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Drei Partner für eine starke Ausbildung

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KME, Georgsmarienhütte GmbH und Stadtwerke Osnabrück starten Kooperation „ProAusbildung“

Georgsmarenhütte/Osnabrück, 17.10.2012. Demografischer Wandel und Fachkräftemangel: Diese zwei Begriffe stellen die Personalverantwortlichen vieler Unternehmen vor große Herausforderungen. Mit der KME, der Georgsmarienhütte GmbH und den Stadtwerken Osnabrück wollen drei große regionale Arbeitgeber die passenden Antworten liefern und haben eine gemeinsame Ausbildungsoffensive mit dem Namen „ProAusbildung“ gestartet. Das Ziel der Kooperation: Hochqualifizierte Nachwuchskräfte auszubilden.

„Arbeitsmarktexperten sprechen im Hinblick auf den demografischen Wandel und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel schon länger von einer tickenden Zeitbombe“, sagte KME-Arbeitsdirektor Hans-Joachim Scheja bei der Vorstellung der Kooperation. Die Bevölkerung altere, da zu wenige Kinder geboren werden. Das wiederum habe sinkende Schulabgängerzahlen und somit weniger Nachwuchskräfte auf dem Ausbildungsmarkt zur Folge. „Wir können manche Ausbildungsplätze insbesondere in gewerblich-handwerklichen Berufen kaum noch besetzen. Und somit entsteht ein hoher Konkurrenzdruck um die wenigen guten Bewerber“, so Scheja weiter. „Also müssen wir die jungen Menschen besser ausbilden, um hochqualifizierte Nachwuchskräfte zu bekommen.“

Gemeinsam statt Alleingang

„Wir drei Unternehmen denken sozusagen über unsere eigene kleine Welt hinaus“ machte Prof. Dr. Felix Osterheider, Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte GmbH, deutlich. Viele Arbeitgeber gingen gezielt in den Konkurrenzkampf um gute Bewerber. „Wir drei wollen uns dagegen intensiv austauschen, voneinander profitieren und gemeinsam neue Standards in der Berufsausbildung setzen.“ Die Ausbildung aller drei Unternehmen werde dadurch attraktiver, wovon wiederum sowohl die Auszubildenden als auch die Unternehmen profitieren. „Die Investition und der Aufwand für die Kooperation lohnt sich also“, so Prof. Dr. Osterheider.

4 Projekte bislang initiiert

Die im Frühjahr gestartete Kooperation soll sukzessive durch verschiedene Handlungsfelder und Bausteine „mit Leben gefüllt werden“. Vier Projekte wurden von den Personalverantwortlichen und den Azubis der drei Häuser bislang initiiert: Der Ausbilderlehrgang „Lernbegleiter“, der „RoboTec“-Schulwettbewerb sowie das Elektromobilitätsprojekt „E-Goggo“. Beim Lehrgang „Lernbegleiter“ werden die jeweiligen Ausbilder mit dem neuesten pädagogischen Rüstzeug ausgestattet und erhalten am Ende einen IHK-Abschluss. Bei den drei anderen Projekten sind die Azubis gefragt und erhalten dabei völlig freie Hand. „Hier geht es uns neben der Weiterentwicklung der fachlichen Fähigkeiten besonders um Projektmanagement, Selbstverantwortung, Teamfähigkeit und viele weitere wichtige soziale Kompetenzen“, betonte Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück.

„E-Goggo“: 60er Jahre-Oldtimer wird zu E-Auto

Ein regelrechter Hingucker ist dabei das Projekt „E-Goggo“: Ausbilder und Azubis bauen einen 60er Jahre-Kleinwagen in ein modernes Elektroauto um. „Bei diesem interdisziplinären Gemeinschaftsprojekt teilen sich die Azubis sozusagen die Aufgaben: Die Zerspanungsarbeiten erledigen die KME-Azubis, die Metallbearbeitung die Azubis der Georgsmarienhütte und die Stadtwerke-Azubis kümmern sich um den Elektroantrieb“, erläuterte die Auszubildende Vanessa Kleinfeld. Inzwischen ist das Auto fertig und hat sogar einen Messeanhänger bekommen. „Wir alle freuen uns riesig auf die kommenden Monate. Dann werden wir endlich mit dem Gespann unterwegs zu Messen und in Schulen sein und für gewerbliche Ausbildung werben“, so Christian Bloom, Ausbildungsleiter der Georgsmarienhütte GmbH.

Kooperation im Internet: www.pro-ausbildung.info

Neben den laufenden Projekten haben die drei Häuser bereits weitere Handlungsfelder angedacht. „So können wir uns vorstellen, benachteiligte Jugendliche bereits vor Beginn der Ausbildung zu fördern und zu qualifizieren, um ihnen den Einstieg in die Ausbildung zu erleichtern“, sagte Stadtwerke-Chef Hülsmann. „Unsere Kooperation wird jedenfalls stetig weiter wachsen.“ Die drei Partner haben zudem eine eigene Internetseite gestartet: Unter www.pro-ausbildung.info können sich alle potentiellen Bewerber über die Ausbildungskooperation informieren.